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klimallianz

Am Anfang stand eine Erklärung
Für uns war dieses Stück Papier der Startschuss.
Erklärungen sind gut, am besten ist es, wenn sie zu Taten inspirieren.

Wir sind den Verantwortlichen in den Diözesen

Augsburg
München und
Eichstätt

sehr dankbar, dass sie mitgeholfen haben, das Papier mit Leben zu füllen. Ohne ihre Hilfe wäre es uns nicht möglich gewesen, das Projekt zu verwirklichen. Wir in Steinerskirchen haben die Erfahrung machen dürfen, dass die Bistümer zu ihrem Wort stehen und unser zukunftsweisendes Projekt zum Klimaschutz mit Rat und finanzieller Unterstützung mitgetragen haben. Weiterhin wurde die Maßnahme durch die kfw-Bank von staatlicher Seite aus gefördert.

Vergelts Gott dafür!

 

Ausgangslage:
In Steinerskirchen werden pro Jahr ca. 550 000 kw/h Wärmeenergie benötigt. Verbraucher sind:
die Pfarr- und Wallfahrtskirche, das Ordenshaus mit Pfarrhaus inkl. der dortigen Gästezimmer und das Bildungshaus. Mit jährlich fast 11 000 Übernachtungen und Tausenden Tagesgästen ist das Bildungshaus der Bereich mit dem größten Energie-Appetit .Die Gebäude wurden zentral mit 2 Ölkesseln vom Keller des Ordenshauses aus mit Wärme versorgt.
 

ph
oaseklein
kircheklein
kloster

Planung:bruederschule
Es stellte sich heraus, dass eine örtliche Einbindung der Biomasseheizung in die bestehende Heizzentrale nur schwer und mit allzuvielen Kompromissen zu bewerkstelligen wäre.
Als Standort für einen Neubau kristallisierte sich die ehemalige Brüderschule im Bereich der Landwirtschaft heraus. In dem Gebäude befanden sich die alte Schreinerei und Schlosserei sowie Lagerkapazitäten und eine Werkstatt für die Landwirtschaft. Das zu errichtende Gebäude sollte neben dem Herzstück, der Energiezentrale mit Hackschnitzellager, wieder eine landwirtschaftlichen Bereich sowie dringend benötigte Arbeitsräume für den Hausmeister der Oase beherbergen.
Beim Auswahl des Standorts und der Gebäudeplanung wurde das Augenmerk konsequent auf die Nutzung der Sonnenenergie gelegt.

Durchführung
Errichtet wurde ein Gebäude mit 330 m² Grundfläche (inkl. Hackschnitzellager).
Einige Bilder von den Bauarbeiten:

abriss

Abriss der alten Gebäude

bodenplatte

Bodenplatte des neuen Heizhauses

kamin

Kamin und Betonarbeiten am Heizhaus

hoermann5
leitung

über 200 m Fernwärmerohre und Datenkabel wurde verlegt

Dach drauf und fertig

heizzentrale

Energiezentrale:
Die erforderliche Heizlast wird über 2 Hackgutkessel der Firma KWB mit je 150 kW Leistung abgedeckt. Es wurde die Variante mit 2 Kesseln gewählt, um die Einbindung der Sonnenenergie zu optimieren und um die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

vom Hackschnitzellager ...

kessel
hacklager

übernimmt die automatische Eintragung den Transport in die Kessel

eintragung

Auf dem Dach wurde eine thermische Solaranlage der Firma Sonnekraft /Arcon mit einer Leistung von 56,83 kW errichtet. Die erzeugte Wärme kann in Pufferspeicher mit einem Volumen von 15 000 l gespeichert werden.

Ca. 140 000 kg Kohlendioxid können so in einem Kreislaufsystem gebunden bzw. ganz vermieden werden.
Durch Austausch und Optimierung können wir alleine 5 000 kWh Strom bei den Pumpen sparen.

dachmontage
fotovolt3

Elektrische Nennleistung:15,01 kWp
Solarzellenfläche:118 m²
Stromproduktion ca.:14.600 kWh pro Jahr
Stromerzeugungskosten:0,25 € pro kWh
Jährliche CO2-Einsparung:12,9 to.
Lebenserwartung ca.:30 Jahr

Weiterhin wurde eine Solarstromanlage der Firma Evergreen mit 2 Fronius-Wechselrichtern eingerichtet. Die eingesetzte Zellentechnologie wurde im umweltfreundlichen String-Ribbon-Wafer-Verfahren hergestellt. In diesem als Bandziehverfahren bezeichneten Fertigungsprozess werden üblicherweise polykristalline Silizium-Solarzellen produziert, verbunden mit einem deutlich reduzierten Material- und Energieaufwand. Bei dieser Technik ist die zur Produktion der Zelle erforderliche Energie in weniger als einem Jahr wieder zurück gewonnen.
 

holz

Ein Großteil der benötigten Hackschnitzel (ca. 700 Srm) soll aus der  Durchforstung des Steinerskirchner Klosterwaldes kommen.
Geplant ist, beim Zukauf nach Möglichkeit Restholz aus kirchlichen Wäldern zu verwenden, um auch dort das Bewusstsein für die eigenen Ressourcen zu schärfen.